Musikschule Krieglach für elementare, mittlere und höhere Musikerziehung - mit Öffentlichkeitsrecht Bürstadtstraße1, A-8670 Krieglach / Steiermark, Dir. Mag. Rudolf Zangl, Tel. 03855 / 23 56

 

MUSIKSCHULE KRIEGLACH  

 

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Letztes Update: 04.08.2015

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MDir. Mag. Ludwig Gruber

 
























































































































































































 

         

 

 

 

60 Jahre sind eine lange Zeit. 

Mehr als ein halbes Menschenleben. Wie die Musikschule Krieglach zum Leben erwachte und wie sich der Musikunterricht entwickelt hat, wird im Zeitraffer erzählt.

Lange vor der Gründung der heutigen Musikschule wurde in Krieglach schon neben dem obligaten Musikunterricht der Pflichtschule privat über den Musikverein, Orchesterverein und den Gesangsverein unterrichtet. In einem Manuskript für den Männergesangsverein schreibt der langjährige Leiter des noch heute bestehenden Singkreises Krieglach Prof. Hans Täubl: „1872 trat der große Heimatsohn Peter Rosegger in die Reihen der Sänger und betätigte sich als eifriger Mitarbeiter und Förderer dieses Vereines.“ Prof. Hans Täubl erzählte zur Vorgeschichte: „Nach Strafversetzung eines Oberlehrers in der Volksschule, wusste Peter Rosegger als Ersatz von einem gewissen Herrn Longin aus Langenwang. Man versuchte Michael Longin als Oberlehrer nach Krieglach zu bekommen. Er war später als Schuldirektor, Organist und Leiter des Kirchenchores und des Männergesangsvereines eine bedeutende Persönlichkeit für den Ort Krieglach.“ Die Entstehung der Musikschule des Marktes Krieglach ( Auszüge aus der Diplomarbeit von MOL Mag. art. Ludwig Gruber )Hans Täubl, damals Lehrer und leidenschaftlicher Komponist (Marx-Preisträger 1950 und 1952), animierte seinen Freund, Lehrer und Kapellmeister der örtlichen Musikkapelle Jakob Geßlbauer oftmals, die ersten Schritte für die Gründung einer Musikschule einzuleiten. „Die ersten konkreten Anregungen zur Gründung einer Musikschule gingen vom Musikverein aus. Sie wurden anlässlich einer Kulturtagung in Krieglach im Januar 1953 an den Volksbildungsreferenten für Steiermark Prof. F. M. Kapfhammer vom Obmann dieses Vereines herangetragen. Nach vielen Verhandlungen mit den verschiedensten Verantwortlichen der Gemeinde und des Landes Steiermark war es dann soweit. Die Schulchronik der Volksschule in Krieglach berichtet unter den Ortsereignissen, dass am 1. Oktober 1955 die Volksmusikschule gegründet wurde: „ Ihr Leiter ist Kollege Volksschullehrer Hans Täubl. Die Unterrichtserteilung erfolgt in der Volksschule. Im ersten Jahr ihres Bestandes trat sie mit folgenden Veranstaltungen an die Öffentlichkeit. 27. 1. 1956: Mozartfeier 16. 3. 1956: Kammerkonzert – Prof. Schwenzer (Klavier) und Sepp Ableitner (Cello). 17. 6. 1956: Konzert des Kapfenberger Jugendorchesters. 8. 7. 1956: Schlusskonzert.“ Die Lehrer haben damals nur zehn Mal das Monatsgehalt bekommen. In den Ferien mussten sie „stempeln“ gehen. Stundenhonorar für ungeprüfte Lehrer war 11 Schilling für die beiden geprüften Lehrer Prausnitz und Hopfer 13,20 Schilling. Die sozialen Verhältnisse waren also am Anfang der Musikschule sehr trostlos. Vor allem für die hauptamtlichen Musiklehrer. Die Täubl-Ära Die Musikschule in  Krieglach stand zur Gründungszeit – und im 1. Schuljahr 1955/56 bis zum 31. August 1980 in den bewährten Händen von Professor Johann Täubl. Prof. Johann Täubl wurde am 22. Dezember 1914 in Krieglach geboren. Er besuchte nach der Grundschule das Humanistische Gymnasium in Graz, maturierte im Jahre 1935, schloss 1939 die Ergänzungsmatura an der Lehrerbildungsanstalt in Graz mit Erfolg ab und trat noch im selben Jahr seine erste Stellung als Volksschullehrer in Hieflau an. Im selben Jahr wechselte er an die Volksschule St. Ilgen, wo er bis 1945 unterrichtete. Danach war er ein Jahr Volksschullehrer in Krieglach, von 1946 an Musikstudium in Graz, gleichzeitig unterrichtete Prof. Täubl bis 1948 als Privatmusiklehrer in Krieglach. Vom Jahre 1948 bis 1959 war er Volksschullehrer in Krieglach. Im Jahre 1960 wurde er zum Direktor der Volksschule Krieglach bestellt, wo er 1976 als solcher in den Ruhestand getreten ist.

 Die feierliche Eröffnung 1955: Unterrichtsminister ... bei der Schlüsselübergabe.


HANS TÄUBL 22.12.1914 - 12.1.2001

Der musikalische Werdegang des Hans Täubl

 

Seine erste Tätigkeit war als 12jähriger Chorsänger in Graz. Während des Gymnasiums erhielt er Klavierunterricht und Chorgesang bei den Professoren Faist und Walter. In den Jahren 1946 bis 1947 setzte er sein Musikstudium bei Prof. Waldemar Bloch, Komposition und Prof. Illenberger, Orgel in Graz fort. Danach war Prof. Johann Täubl von 1955 bis 1959 a.o. Hörer der Musikakademie in Wien, Hauptfach Komposition bei Prof. Schiske. Prof. Täubl erhielt 1950 den Josef Marx Preis für seine „Festliche Dankmesse“ für Soli, Chor und Orchester. 1952 erhielt er den Josef Marx Preis für seinen 60. Psalm. Weiters erhielt er 1959 den Preis des Steirischen Volksbildungswerkes mit dem Chor „Heimat“. Weiters erhielt er die Ehrenplakette und den Ehrenring der Marktgemeinde Krieglach, die Viktor Zack-Medaille des Steirischen Sängerbundes in Bronze und Silber, das Goldene Förderabzeichen des Steirischen Blasmusikverbandes. Von der  Diözese Graz erhielt er das Goldene Ehrenzeichen. Im Jahre 1973 wurde ihm der Berufstitels „Professor“ durch den Bundespräsidenten verliehen. 1980 erhielt Prof. Täubl das Goldene Ehrenzeichen des Landes Steiermark. Im Jahre 1986 wurde er Ehrenbürger der Heimatgemeinde Krieglach. All die vielen Erinnerungsgeschenke und sichtbaren Würdigungen deuten auf ein sehr vielseitiges und erfülltes musikalisches Berufsleben hin. Im Jahr 2001 ging das schaffensreiche Leben des Hans Täubl zu Ende.

Johann (Hans) Täubl wurde am 22.12.1914  als Sohn einer vielköpfigen Bauernfamilie in Krieglach geboren. Nach dem Volksschulbesuch in Krieglach absolvierte er am Bischöflichen Knabenseminar in Graz das humanistische Gymnasium. Ebenfalls in Graz besuchte er den Abiturientenkurs an der Lehrerbildungsanstalt. In dieser Zeit studierte er am Konservatorium Chorgesang, Klavier, Posaune, Komposition und Orgel. Später war er Student an der Musikakademie Wien für Komposition.

Seine berufliche Laufbahn begann Hans Täubl als Volksschullehrer in Hieflau dann St.Ilgen und schließlich in Krieglach wo er auch ab 1960 als Direktor bis zu seiner Pensionierung beschäftigt war.

 Im Jahre 1955 gründete Hans Täubl in Krieglach unsere Musikschule deren Leiter er ebenfalls bis zum Übertritt in den Ruhestand war. Neben seinen beruflichen Tätigkeiten war er von 1945 bis 1980 Leiter unseres Singkreises und von 1965 bis 1986 musikalischer Leiter des Orchestervereins Krieglach.
Hans Täubl bekam 1973 den Professorentitel verliehen und war Ehrenbürger der Marktgemeinde Krieglach.
Er komponierte  zahlreiche sakrale Werke. Davon herausragend sind die " Festmesse in D" für Sopransolo, gem. Chor, Bläser und Orgel, "Festliche Dankesmesse in E" für Soli, gem. Chor und Orchester, der  "60.Psalm" für Soli, Chor und Orchester, die "Kleine Messe in a" für gem. Chor und Orgel, die" Psalmenkantate" (Psalm 137 und 120/121 zum Gedenken an alle Heimatvertriebenen) für Soli, gem. Chor und Orchester, die "Deutsche Messe" für gem. Chor, "Ecce Sacerdos" für gem. Chor, Bläser und Orgel, die "Festfanfare für 14 Bläser und Pauken", "An die Heimat" für Kinder-, Jugend-, gem. Chor und Orchester, die "Kleine Adventkantate" sowie  mehrere Motetten, Lieder und Volksmusik aus der Waldheimat mit Texten vom Peter Rosegger.

1950 erhielt Hans Täubl den Joseph Marx Preis für die Festliche Dankesmesse und
1952 für den 60. Psalm.
1959 den Preis des Steirischen Volksbildungswerkes für seine Komposition "Heimat"
1980 Verleihung der Viktor-Zack Medaille in Silber für sein kompositorisches Schaffen.

Die Zangl-Ära - Direktor Prof. Mag. art. Rudolf Zangl

Rudolf Zangl, trat 1980 die Nachfolge von Prof. Hans Täubl an. Nachfolgend eine Übersicht über seinen musikalischen Werdegang, sein Studium und sonstige musikalischen Tätigkeiten: 1955 – 1959 erster Unterricht für Steirische Harmonika. 1960 Eintritt in die Musikschule in Kindberg, Posaune bei Ludwig Kremser. 1968 – 1969 Militärmusik Steiermark. Leitung: Oberstleutnant Alois Krall und Major Rudolf Bodingbauer. 1968 – 1970 Landesmusikschule Graz. Posaune bei Prof. Hold. 1969 Besuch eines Kapellmeisterkurses in Gleisdorf. 1970 begann er sein Studium an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Graz, Hauptfach Posaune bei Prof. Wolfgang Hold. 1972 Kapellmeister der Trachtenkapelle Aflenz-Kurort. Seit 1973 war Rudolf Zangl Kapellmeister der  Musikkapelle „voestalpine - Roseggerheimat“ Krieglach. 1974 vorübergehend Kapellmeister der Trachtenkapelle in Mitterdorf. 1975 am 24. Oktober legte Rudolf Zangl die Lehrbefähigungsprüfung im Fach Posaune ab. 1976 – 1980 Lehrer in der Musikschule Mürzzuschlag. 1976 – 1977 vorübergehend Kapellmeister der Orts- und Werkskapelle „Harmonie“ Wartberg. 1977 legte Zangl an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst das Diplom im Hauptfach Posaune-Klassik bei Prof. Wolfgang Hold ab. 1984 Ergänzungsstudium Magister art. Prof. Mag. Seine  Hobbies: Meer, Berge, Natur, Fischen, gemütliches Wandern. 

Dir. Pof. Mag. Rudolf Zangl war auch Lehrer an der JBMS und unterrichtete höchst erfolgreich Steir. Harmonika, Horn, Tenorhorn, Posaune und Tuba. In den Jahrzehnten seiner Tätigkeit hat er zahlreiche Schüler auf ihre berufliche Laufbahn als Berufsmusiker oder Musikschullehrer vorbereitet.

Seine Offenheit und Begeisterung für Neues, seine Freundlichkeit und Kompetenz aber auch seine weit über die Grenzen Österreichs hinausreichende Bekanntheit haben ihn zu dem gemacht, was er war und was wir heute vermissen: einen Fachmann und einen Freund.

Leider hat Rudi Zangl - wie ihn fast alle nannten - seinen Kampf gegen einen heimtückischen Tumor innerhalb nur weniger Wochen verloren.

Rudolf Zangl verstarb nach seiner schweren Krankheit am 23. Februar 2010 im Alter von 59 Jahren.

Wir werden Herrn Dir. Prof. Mag. Rudolf Zangl (dir lieber Rudi) stets ein ehrendes Andenken bewahren!

 

 
Während der schweren Krankheit von Prof. Mag. Rudolf Zangl leitete ab September 2009 der Musiklehrer Mag. Ludwig Gruber interimistisch die Musikschule. 

Am 1. August 2010 wurde Ludwig Gruber zum Nachfolger und Leiter der Musikschule Krieglach bestellt.

 

 Derzeit befinden sich über 700 MusikschülerInnen in Musikschulausbildung. 302 eigene Veranstaltungen und 191 musikalische Beiträge zeigen den derzeitigen Umfang des kulturellen Aufgabengebietes. Heute werden in der Musikschule Krieglach SchülerInnen aus neun umliegenden Gemeinden unterrichtet.

25 Musiklehrer sind es derzeit, die in der Musikschule Krieglach Beschäftigung finden.

Unterrichtet wird beinahe jedes Musikinstrument – von Akkordeon bis Zither, vom Schlagzeug bis zum Keyboard, auch Stimmbildung oder Gesang wird gelehrt.

Engagement für die Musik - Dir. Mag. art. Ludwig Gruber

Der Erfolg einer Musikschule hängt von vielen Faktoren ab. Es ist wie bei einem Mosaik – viele kleine Steinchen ergeben erst ein sinnvolles Ganzes. Ein wesentlicher Teil bei der Musikschule sind naturgemäß die Musikschullehrer.

Aber nicht nur die aktiven Pädagogen sollen hier genannt werden, sondern auch jene, die viel Engagement und Ideen in die Musikschule Krieglach gebracht haben, aber Krieglach aus verschiedensten Gründen wieder den Rücken gekehrt haben. Der Schlüssel zum Erfolg, Direktor Ludwig Gruber: „Anders als bei den Grundschulen und Höheren Schulen hat der Direktor bei der Bestellung der Lehrkörper auch ein gewisses Mitspracherecht. Wir in Krieglach hatten immer ein gutes Lehrerteam, und das ist vielleicht sogar der Hauptschlüssel zum Erfolg.“

                                                                                                                                                                        MDir. Mag. art. Ludwig Gruber

 

 

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